Durchgängige Zero-Trust-Netzwerke durch Mikrosegmentierung

Mit dem Update seines Multi-Domain Segmentation Service (MSS) möchte Arista Networks firmenweite Zero-Trust-Netze schaffen. Mikroperimeter sollen laterale Aktivitäten in Campus- und Rechenzentrumsnetzen einschränken und so den Angriffsradius von Bedrohungen reduzieren.

Miele streicht 1300 Arbeitsplätze in Deutschland

Miele, ein renommierter Hersteller von Haushaltsgeräten, kündigt den Abbau von rund 1300 Arbeitsplätzen in Deutschland an. Diese Maßnahme betrifft etwa jede neunte Stelle von insgesamt 11.700 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen teilte dies in Gütersloh mit und verkündete gleichzeitig eine Einigung mit der Gewerkschaft IG Metall über einen neuen Tarifvertrag (faz: 07.06.24).

Miele kündigt massiven Stellenabbau an: 500 Millionen Euro für Sozialplan und Investitionen

Der Zukunfts- und Sozialtarifvertrag sieht Investitionen von 500 Millionen Euro vor. Um den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten, sind Abfindungen und Vorruhestandsregelungen geplant. Betriebsbedingte Kündigungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Allerdings gibt es eine Ausnahmeregelung: Sollten die Maßnahmen nicht die gewünschte Wirkung erzielen, könnten doch Kündigungen ausgesprochen werden.

1300 Jobs weg: Miele verlagert Produktion nach Polen – 500 Millionen Euro für Sozialplan und Investitionen eingeplant
Bild: Lars CurfsCC BY-SA 3.0 NL, via Wikimedia Commons

Miele reagiert auf Marktveränderungen: 1300 Stellen in Deutschland betroffen

Miele befindet sich in einer herausfordernden Phase. Während der Coronapandemie erlebte das Unternehmen einen Boom, da viele Menschen mehr Zeit zu Hause verbrachten und in neue Haushaltsgeräte investierten. Nach dem Ende der Pandemie sank die Nachfrage jedoch deutlich. Der Umsatz reduzierte sich erheblich. Weltweit beschäftigt Miele etwa 22.700 Mitarbeiter.

Das Management betrachtet diese Entwicklung nicht als vorübergehendes Phänomen, sondern als eine „nachhaltige Veränderung der Rahmenbedingungen“, die eine Reaktion erfordert. Die Pläne zum Stellenabbau wurden bereits zuvor vorgestellt. Damals war die Rede von 2000 Arbeitsplätzen weltweit, nun wurde konkretisiert, dass 1300 Stellen in Deutschland betroffen sein werden.

1300 Jobs weg: Miele verlagert Produktion nach Polen

Gütersloh, der Hauptsitz und ein bedeutender Produktionsstandort von Miele, wird den Großteil des Abbaus erleben. Bis zu 700 Stellen aus der Waschmaschinenproduktion sollen nach Polen verlagert werden. Weitere 600 Stellen werden an verschiedenen deutschen Standorten in Vertrieb, Produktion und Verwaltung abgebaut.

Die Gewerkschaft Verdi bewertete das Verhandlungsergebnis als ambivalent. Patrick Loos, Verhandlungsführer der IG Metall, bezeichnete den Arbeitsplatzabbau als „sehr bitter“ für die Betroffenen. Er lobte jedoch die großzügigen Abfindungen, die insbesondere den unteren Entgeltgruppen zugutekommen. Betriebsrätin Birgit Bäumker sah die Investition von 500 Millionen Euro als positives Signal für die Miele-Standorte in Deutschland. Rebecca Steinhage, die für Personal zuständige Geschäftsführerin von Miele, äußerte sich optimistisch: „Wir schaffen sehr gute Voraussetzungen für das gemeinsame Ziel, die notwendigen Veränderungen ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen umzusetzen.“ Die Regelungen seien ein „gutes Beispiel für gelebte Sozialpartnerschaft in einer herausfordernden Zeit.“

Entscheidung über den Tarifvertrag

Der neue Tarifvertrag ist noch nicht endgültig beschlossen. Die Verdi-Mitglieder sollen darüber abstimmen, ob sie das Verhandlungsergebnis annehmen.

Miele steht vor großen Herausforderungen und setzt auf weitreichende Veränderungen, um sich an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft eine zentrale Rolle, um die Interessen der Beschäftigten zu wahren und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

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So ergänzen sich Mensch und Maschine in der Cybersicherheit

Ein standhafter Schutz gegen aggressive Cyber-Bedrohungen ist eines der größten Versprechen von Künstlicher Intelligenz (KI). Perspektivisch soll die Technologie dafür eingesetzt werden, Bedrohungen nahezu in Echtzeit zu identifizieren und abzuwehren. Allerdings darf das Informations­manage­ment nicht fehlen, wenn KI ein erfolgreicher Teil der Sicherheitsstrategie werden soll.

SQL-Injection-Lücke in Cisco FMC-Software

Cisco warnt vor Angriffen auf seine Firepower-Appliances. Cyberkriminelle können die Geräte durch SQL-Injection angreifen. Die Sicherheitslücke wird durch eine Schwachstelle in der webbasierten Firepower Management Center (FMC) Software verursacht.

Grüner Wasserstoff – warum der Wirkungsgrad des Elektrolyseurs nur die halbe Wahrheit ist

Die Wasserstoffproduktion mittels Elektrolyse ist der meist angewandte Weg zur Erzeugung von grünem Wasserstoff, einem sauberen Energieträger, der eine entscheidende Rolle in der Energiewende spielen könnte. Doch wie funktioniert ein Elektrolyseur, welche Bauarten gibt es und welche Wasser- und Energieanforderungen bestehen? Dieser Artikel beleuchtet die Funktionsweise und die unterschiedlichen Technologien von Elektrolyseuren.

So wird in einem Elektrolyseur Wasser zu grünem Wasserstoff

Ein Elektrolyseur ist ein Gerät, das Wasser (H₂O) in seine Bestandteile Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂) zerlegt, indem elektrischer Strom durch das Wasser geleitet wird. Dieser Prozess, bekannt als Elektrolyse, umfasst mehrere zentrale Komponenten:

Stromquelle: Eine Gleichstromquelle liefert den notwendigen elektrischen Strom.

Elektroden: Zwei Elektroden – eine Anode (positiv geladen) und eine Kathode (negativ geladen) – sind die Hauptbestandteile in einem Elektrolyseur.

Elektrolyt: Ein Elektrolyt, oft eine wässrige Lösung, leitet den Strom zwischen den Elektroden.

So wird in einem Elektrolyseur Wasser zu grünem Wasserstoff. Warum die Wirkungsgrade von Elektrolyseuren nur die halbe Wahrheit sind

An der Anode wird Wasser oxidiert, wobei Sauerstoff, Protonen und Elektronen freigesetzt werden. An der Kathode werden die Protonen reduziert und es entsteht Wasserstoffgas. Der erzeugte Wasserstoff kann gesammelt und als Energieträger genutzt werden, während Sauerstoff als Nebenprodukt freigesetzt wird.

Typen von Elektrolyseuren

Es gibt drei Haupttypen von Elektrolyseuren, die sich in der verwendeten Technologie und ihren spezifischen Anwendungen unterscheiden (sciencedirct 2021):

Alkalische Elektrolyse (AEL)
Diese Technologie verwendet einen flüssigen alkalischen Elektrolyten, meist Kalium- oder Natriumhydroxid, und Nickel-basierte Elektroden. Alkalische Elektrolyseure sind kostengünstig und langlebig, haben jedoch niedrigere Stromdichten und längere Anlaufzeiten.

Protonenaustauschmembran-Elektrolyse (PEMEL)
PEM-Elektrolyseure nutzen eine feste Protonenaustauschmembran und Elektroden aus Edelmetallen wie Platin oder Iridium. Sie bieten hohe Stromdichten und Effizienz sowie schnelle Anlaufzeiten, sind jedoch teurer und empfindlicher gegenüber Wasserverunreinigungen.

Festoxid-Elektrolyse (SOEL)
Diese Technologie arbeitet bei hohen Temperaturen (700–1000 °C) und verwendet einen festen keramischen Elektrolyten aus Yttrium-stabilisiertem Zirkoniumoxid. Festoxid-Elektrolyseure bieten höchste Effizienz und ermöglichen die CO₂-Elektrolyse zur Erzeugung von Synthesegas, sind jedoch komplex und teuer.

Wasser- und Energieanforderungen

Die Qualität des verwendeten Wassers ist für den Betrieb eines Elektrolyseurs entscheidend. In der Regel wird destilliertes oder deionisiertes Wasser bevorzugt, da Verunreinigungen die Effizienz beeinträchtigen und die Lebensdauer der Elektroden und Membranen verringern können. Alkalische Elektrolyseure sind etwas toleranter gegenüber Verunreinigungen, während PEM-Elektrolyseure sehr reines Wasser benötigen. Festoxid-Elektrolyseure erfordern ebenfalls sehr reines Wasser, um die Effizienz und Lebensdauer des Systems sicherzustellen.

Für die Erzeugung von 1 Kilogramm Wasserstoff sind etwa 9 Liter Wasser erforderlich. Der Energiebedarf liegt zwischen 50 und 60 kWh (Kilowattstunden) pro Kilogramm erzeugtem Wasserstoff, abhängig von der Effizienz des Elektrolyseurs. Wasserstoff besitzt einen Energiegehalt von etwa 33 kWh pro Kilogramm. Ein Kubikmeter Wasserstoff hat einen Energiegehalt von etwa 3,0 kWh. Im Vergleich dazu hat ein Kubikmeter Erdgas bei gleichem Druck und gleicher Temperatur einen Energiegehalt von etwa 10,55 kWh. Das bedeutet, dass Erdgas pro Volumeneinheit einen höheren Energiegehalt hat als Wasserstoff. Um dieselbe Energiemenge zu liefern, sind daher mehr als das dreifache Volumina an Wasserstoff erforderlich.

Verdichtung und Verflüssigung von Wasserstoff zum Transport

Nach der Erzeugung muss Wasserstoff aufgrund seines großen Volumens komprimiert oder verflüssigt werden, um Transport und Lagerung zu erleichtern. Die Verdichtung auf 700 bar, wie es für den Transport und die Lagerung von gasförmigem Wasserstoff erforderlich ist, benötigt zusätzliche Energie, die etwa 10–15 % des Energiegehalts des Wasserstoffs beträgt, d. h. für ein Kilogramm Wasserstoff wird noch einmal zwischen 3 und 5 kWh Strom benötigt. Die Verflüssigung von Wasserstoff ist noch energieintensiver und erfordert etwa 30–40 % des Energiegehalts des Wasserstoffs, d. h. bei zur Verflüssigung von Wasserstoff fallen noch einmal zwischen 10 und mehr als 13 kWh an. Dies bedeutet, dass die Gesamtenergiekosten für die Herstellung und Aufbereitung von Wasserstoff für den Endverbraucher signifikant sind. Die Energie zur Aufbereitung des Wassers ist in dieser Bilanz noch gar nicht enthalten. Die Wasseraufbereitung kann zusätzliche Energie erfordern, insbesondere bei der Verwendung von entsalztem Meerwasser.

Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom

Elektrolyseure arbeiten mit Gleichstrom (DC), während das öffentliche Stromnetz meist Wechselstrom (AC) liefert. Um den für die Elektrolyse notwendigen Gleichstrom bereitzustellen, muss der Wechselstrom zuerst umgewandelt werden. Dieser Umwandlungsprozess ist jedoch nicht verlustfrei und führt zu zusätzlichen Energieverlusten. Typischerweise betragen die Verluste bei der Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom etwa 5 – 10 %. Diese Verluste müssen, sofern die Elektrolyseure nicht direkt mit Gleichstrom versorgt werden können, in der Gesamtenergiebilanz ebenfalls noch berücksichtigt werden, da sie den Energiebedarf weiter erhöhen.

Warum die Wirkungsgrade von Elektrolyseuren nur die halbe Wahrheit sind

Elektrolyseure spielen eine zentrale Rolle in der Produktion von grünem Wasserstoff. Die Wahl des Elektrolyseurs hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Effizienz, Kosten, Flexibilität und spezifische Anwendungen. Alkalische Elektrolyseure sind kostengünstig und bewährt, PEM-Elektrolyseure bieten hohe Effizienz und Flexibilität, während Festoxid-Elektrolyseure höchste Effizienz bei hohen Betriebskosten und Komplexität bieten. Eine sorgfältige Wasseraufbereitung ist notwendig, um eine optimale Effizienz und Lebensdauer der Elektrolyseure zu gewährleisten. Die zusätzlichen Energieanforderungen für die Verdichtung oder Verflüssigung von Wasserstoff sowie die Energie zur Wasseraufbereitung müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

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Diese Geräte bedrohen 2024 die Sicherheit Ihrer Netzwerke!

Welche Geräte die größten Sicherheitsrisiken bergen und wie Unternehmen ihre Abwehrstrategien stärken können, beschreibt der neue „Forescout Vedere Labs Riskiest Devices Report 2024“. Erfahren Sie, warum besonders Netzwerkinfrastruktur-Komponenten gefährdet sind und welche Branchen überraschende Fortschritte gemacht haben. Bleiben Sie informiert und schützen Sie Ihre Netzwerke effektiv!

Teure Fehlschläge: Warum Elektroautos Autovermieter in die Krise stürzen

Die Autovermietungsbranche steht vor erheblichen Herausforderungen. Elektroautos erweisen sich für sie als teurer und unpraktischer als Verbrennerfahrzeuge. Große Autovermieter wie Sixt und Hertz hatten zuvor Deals mit Herstellern wie Tesla und BYD abgeschlossen. Jetzt stehen sie vor kostspieligen Fehlschlägen. Jens Hilgerloh, Chef der Starcar-Gruppe, erläuterte die Gründe hinter diesem Desaster und die Verzweiflung der Automobilhersteller (elektroauto-news: 10.06.24).

Sixt in der Krise: Millionenverlust trotz steigender Umsätze – Elektroautos als Problem

Anfang März 2024 war die Stimmung bei Sixt noch positiv. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal fast elf Prozent höhere Vermieterlöse. Dies lag vermutlich an den Streiks bei Lufthansa und Deutscher Bahn. Trotz dieser Umsatzzuwächse meldete Sixt Anfang Mai einen Verlust von 23,1 Millionen Euro. Dies entspricht einem Minus von über 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mit der Elektromobilität in die Krise – Millionenverlust trotz steigender Umsätze – Warum Autovermieter den E-Autos den Rücken kehren

Hauptverantwortlich für diesen Verlust sind die fallenden Fahrzeugrestwerte, besonders im Bereich der Elektroautos, erklärte Sixt-Finanzvorstand Kai Andrejewski. Sixt und andere Autovermieter seien in eine „Elektrofalle“ getappt. Jens Hilgerloh von der Starcar-Gruppe betont zudem, dass Elektroautos für die Autovermietung nicht praktikabel seien. Für sein Unternehmen sei ein E-Auto aktuell mindestens 50 Prozent teurer als ein vergleichbarer Verbrenner. Diese Einschätzung wird von den Erfahrungen anderer großer Vermieter geteilt.

Hertz hatte angekündigt, bis zu 100.000 Fahrzeuge von Tesla und bis zu 65.000 von Polestar zu kaufen. Auch Sixt plante 2022, bis zu 100.000 BYD-Modelle in ihre Flotte zu integrieren. Doch damals konnten Volkswagen, BMW und Mercedes nicht die benötigten Mengen liefern. Mittlerweile hat sich die Situation umgekehrt: Die Hersteller könnten mehr und schneller liefern als gewünscht, aber Kunden meiden die Elektroautos der Vermieter, sodass keine weiteren E-Autos mehr aufgenommen werden sollen. Bei Starcar ist die Situation ähnlich: Aktuell ist dort nur rund jedes zwanzigste Auto elektrisch.

Elektromobilität in der Krise: Warum Autovermieter den E-Autos den Rücken kehren

Der Aufschwung der Elektromobilität stockt, nicht zuletzt, weil die Förderungen sukzessive gestrichen wurden. Im Juli 2023 lag der Marktanteil von Elektroautos noch bei 20 Prozent, im April 2024 waren es nur noch 12,2 Prozent. Und das, obwohl immer mehr Elektromodelle auf den Markt kommen und auch verfügbar sind. Für die Autohersteller ist der Markt mit Vermietern und Carsharinganbietern wichtig, da diese fast elf Prozent aller Neuzulassungen in Deutschland ausmachen und so helfen, die Werke besser auszulasten.

Manche Hersteller versuchen nun, Autovermieter dazu zu zwingen, einen Teil ihrer Bestellungen auf Elektroautos umzustellen, oft ohne die übliche Rücknahmevereinbarung. Folglich müsste bei einer Fahrzeugbestellung ein gewisser Anteil elektrisch sein, so wollen es die Konzerne. Hilgerloh lehnt dies ab, da er das Risiko nicht eingehen möchte, selbst wenn ihnen die Autos mit hohen Rabatten angeboten würden. Hertz musste infolge der gescheiterten Elektroauto-Offensive Abschreibungen in Höhe von 245 Millionen Dollar hinnehmen. Stephen Scherr, der Anfang 2022 als CEO antrat, um Hertz mit großen Deals mit Tesla und Polestar zu einem Elektroauto-Vorreiter zu machen, trat im März dieses Jahres zurück. Hertz hat inzwischen seine Elektroauto-Bestellungen massiv reduziert, viele Fahrzeuge verkauft und stattdessen Verbrenner bestellt.

Sixt stoppt Tesla-Bestellungen: Warum Elektroautos für Vermieter zum Problem werden

Sixt plant für 2024 noch einen operativen Gewinn von 350 bis 450 Millionen Euro, indem Co-CEO Alexander Sixt den Anteil an Elektroautos in der Flotte massiv gesenkt und die Bestellung weiterer Teslas zeitweise komplett gestoppt hat. Tesla-Chef Elon Musk lehnt Rückkaufvereinbarungen zu fixen Konditionen ab, sodass Vermieter sehen müssen, wie sie die Elektroautos weiter vermarkten. Hilgerloh betont im Gespräch auch, dass gebrauchte E-Autos schwer zu verkaufen seien, da es wenig Nachfrage gibt.

Zudem sei der Umgang mit Elektroautos für die Vermieter komplizierter. Das Tanken eines Verbrenners dauert nur etwa eine Viertelstunde, während das Aufladen eines E-Autos drei bis sechs Stunden in Anspruch nehmen kann, wenn keine Schnellladestation verfügbar ist. Dies stellt eine Herausforderung dar, besonders an Mietstationen mit 150 bis 250 Autos, wo täglich zwischen 30 und 50 „Check-outs“ stattfinden, erklärt Hilgerloh. Die Ladeinfrastruktur reicht nicht aus, um diese Menge an Fahrzeugen effizient zu bewältigen, da Vermieter ihre Standorte oft nur mieten und die Eigentümer wegen zu hoher Investitionen nicht in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investieren möchten.

„Elektroautos sind seit dem Wegfall der Subventionen in der Anschaffung viel teurer. Der Strom ist teuer. Die Ersatzteile, insbesondere die Batterien, sind auch wahnsinnig teuer“, so der Starcar-Chef weiter. Kunden, die E-Autos mieten, tun dies aus Überzeugung, müssen aber bereit sein, höhere Kosten zu tragen. Auch wenn die Hersteller diesen Umstand längst erkannt haben und nach Lösungen fragen, bleibt die Antwort meist klar: Die Vermieter sehen für Elektroautos derzeit keine praktikablen und rentablen Lösungen.

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Warum Mensch und KI in der Security zusammengehören

Künstliche Intelligenz (KI) gehört zu den großen Hoffnungen und Befürchtungen vieler Unternehmen. In der Cybersicherheit ist beides begründet. Das neue eBook zeigt, welche Sicherheits- und Datenschutz­risiken durch den Einsatz von KI entstehen, aber auch, wie KI zum Fundament der modernen Cybersecurity beiträgt. Ohne uns Menschen geht es aber trotzdem nicht.